Neuigkeiten SV Hubertus 1990
Großartiger Erfolg für den SV Hubertus Schönebeck
(hjr) Am ersten August-Wochenende war der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt Veranstalter des auch unter der Bezeichnung "Ostdeutsche Meisterschaft" bekannten Wettbewerbs der besten Jagdschützen in den Klassen Junioren, Damen, Altersklasse, Senioren und offene Klasse.
Auch wegen seiner modernen Anlagen am heimischen Hummelberg, die beste Voraussetzungen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung bieten, wurde der SV Hubertus mit der Durchführung des Wettbewerbs betraut. Ob der Heilige Hubertus als Schutzpatron der Jäger und Namensgeber des Schönebecker Vereins damit auch etwas zu tun hatte, ist allerdings nicht bekannt.
Um allen gemeldeten Startern die Möglichkeit der Teilnahme zu bieten, wurde die Meisterschaft an zwei Tagen durchgeführt. Extra für diesen hochrangigen Wettbewerb wurde der Stand auch am Donnerstag zum außerplanmäßigen Training für alle Teilnehmer geöffnet.
Unter den strengen Augen von Bundesschießobmann Ralf Lesser aus Baden-Würtemberg, der mit der Nationalmannschaft gerade erst überaus erfolgreich von der Europameisterschaft aus Estland zurückgekehrt war, begannen am Freitag Altersklasse und Senioren mit 12 Rotten den Wettkampf.
Am Samstag gingen dann gar 16 Rotten bei Junioren-, Damen- und der Offenen Klasse an den Start. Am Ende standen 159 Teilnehmer in den Ergebnislisten.
Und eine Dame aus dem SV Hubertus ganz oben auf dem Treppchen! Für den LJV Sachsen-Anhalt gewann Isabel Marquardt die Gesamtwertung der Damenklasse mit dem guten Ergebnis von 307 Punkten. Mit 25 getroffenen Wurfscheiben gewann sie zudem Bronze mit der Flinte und noch einmal Bronze mit der Mannschaft.
Damit machten sie es Sachsen-Anhalts Senioren nach, die durch Holger Bähr tags zuvor ihre Klasse gewonnen hatten. Mit der Flinte und 27 getroffenen Wurfscheiben gewann er außerdem die Silbermedaille. Bester Starter Sachsen-Anhalts in der Altersklasse war auf Platz 15 mit Holger Mrugalla ein weiterer Starter aus dem SV Hubertus. In der Offenen Klasse ging dann eine weitere Medaille nach Sachsen-Anhalt. Richard Hertel aus Genthin gewann Bronze für 28 getroffene Wurfscheiben.
Gesamtsieger über alle Klassen wurde mit hervorragenden 338 Punkten (von 350 möglichen) Felix Frey aus Thüringen. Mit 196 Ringen erzielte Hendrik Plischke (M-V) das beste Ergebnis mit der Kugel, bester Flintenschütze mit dem Optimum von 30 mit dem ersten Schuss getroffenen Wurfscheiben wurde Martin Völtz aus Brandenburg. Die Brandenburger stellten mit insgesamt acht Goldmedaillen den erfolgreichsten Landesverband. Sie haben allerdings auch einen Präsidenten, der selbst aktiver Jagdschütze ist und können auf allerbeste Trainingsmöglichkeiten u.a. auf dem Olympiastützpunkt in Frankfurt/Oder zurückgreifen. Dort wird dann im nächsten Jahr auch die 29. Ostdeutsche Meisterschaft stattfinden.
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